Aussenhaltung


Meerschweinchen kann man auch ganzjährig draußen im Garten oder auf dem
Balkon halten. Es muss aber eine Schutzhütte, gut isoliert, vorhanden sein!
Bei der halbjährigen Haltung braucht man die Schutzhütte nicht zu isolieren.


 


 

Da man Meerschweinchen auch außen halten kann und viele einen Garten besitzen, haben einige für ihre Meeris auch Außengehege gebaut.
Hier ein Beispiel wie das aussehen kann.
Bevor ihr euch aber entscheidet eure Meeris
draußen zu halten,
informiert euch gründlich
darüber, was man alles beachten muss.

Die Schutzhütte

Bei der Schutzhütte ist zu beachten, dass die Wände aus ca 15mm starkem Holz bestehen.
Alle Seiten sollten mit Styropor oder einem anderen Dämmmaterial verkleidet werden.
Die Hütte sollte einen festen und sicheren Standort haben.

Man darf natürlich nicht die Luftzirkulation vergessen, auf die sollte man auch sehr achten.
Das Dach oder der Deckel der Schutzhütte sollte, wenn möglich, aufklappbar sein,
so liegt der Deckel nicht dicht auf der Hütte auf, und dadurch findet eine Luftzirkulation statt.
Kleine Löcher oben an der Hütte können auch zu einer Belüftung führen, aber diese sollten zumindest in einer Höhe sein, in der die Meerschweinchen keine Zugluft abbekommen.

Eine dicke Einstreuhöhe von mindestens 10 cm muss auch gegeben sein.                                                                                           
Zusätzlich ist eine dicke Lage Stroh ist erforderlich.
So kann man sicher sein, dass von unten alles warm bleibt.

Eine Temperaturkontrolle sollte immer stattfinden, damit man sicher sein kann, dass die Grade nicht unter Null fallen.
Idealerweise sollten 10 Grad oder mehr sein.
Ein Vorteil wäre ein sogenanntes Wärmekissen, das die Meerschweinchen zusätzlich nachts oder an sehr kalten Tagen mit Wärme versorgt.

Die Reinigung der Schutzhütte sollte ungefähr 2x die Woche stattfinden, oder bei starker Verschmutzung zumindest jeden Tag die Pipiecken.
Vor allem im Winter sollte strengstens darauf geachtet werden, damit keine Feuchtigkeit im Stall bleibt.
Zusätzlich sollte bei jeder Schutzhütte ein Auslauf vorhanden sein, um den Tieren Platz zu bieten, sich in Bewegung zu halten.

Der Auslauf sollte gut abgesichert werden, um die Schweinchen vor Raubtieren und dem Ausbrechen zu bewahren.
Hier wäre es von Vorteil den Boden 10-15cm abzutragen und mit einem rostfreien, sehr engmaschigen Gitter auszulegen, mit der Erde wieder aufschütten und mit ein paar Steinen oder Waschbetonplatten auszulegen.
Die Steinplatten sind auch gut für die Krallenpflege, so nutzen sich die Krallen schön ab, und man erspart sich das häufige Krallen schneiden.

Im Winter könnte man zusätzlich Rindenmulch ausstreuen, Häuschen, verschiedene Möglichkeiten die Schutz bieten (Röhren, Wurzeln, Sträucher) auslegen und im Sommer bieten die Unterschlupfe auch Schatten.

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Vom Zimmer zur Aussenhaltung

Wenn man sich entschließt, die Meeris auf die Außenhaltung umzustellen, sollte man ungefähr ab mitte Mai beginnen, frühestens, wenn es nachts keinen Frost mehr gibt.

Bei einer halbjährigen Außenhaltung sollte man darauf achten, dass mindestes 2 Tiere zusammenleben, bei der Winteraußenhaltung sollten es nicht weniger als 4 Tiere sein.
Meeris kuscheln zwar nicht um sich aufzuwärmen, da sie von Natur aus keine Kuschler sind, aber ihre Körperwärme reicht aus, um das Häuschen zu erwärmen.

Bevor die Tiere nach draußen gesetzt werden,  muss dafür gesorgt werden,  dass die Meerschweinchen an das frische Grün gewöhnt werden.
Steigern Sie einfach ein paar Tage davor die Gabe von Gras, bis sie an die Wiese gewöhnt sind.
Sind die Schweinchen an die Wiese gewöhnt, können sie jederzeit vom Gras fressen, wann immer sie Lust haben.

Meeris die nicht in Außenhaltung leben, sollten nur auf trockene Wiese zum fressen gesetzt werden.

Die Schweinchen, die im Winter auch draußen wohnen, dürfen nicht einfach so nach innen genommen werden.
Egal um aus welchen Gründen, ob nun spielen, Krankheit oder Schwangerschaft.
Sollte es doch mal dazu kommen, dass man das Scheinchen ins Haus holen muss, sollte man zu starke Temperaturschwankung vermeiden!
In diesen Fall eignet sich der Keller zum Ausgleich der Temperatur am besten oder ein kühler Raum.